Brandenburg hat jetzt seine erste Kinderschutzambulanz

29.04.2026

Endlich: Brandenburg schließt eine lange offene Lücke im Schutz der Schwächsten unserer Gesellschaft.

Am 15. April wurde am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam die erste Kinderschutzinstitutsambulanz im Land Brandenburg eröffnet. Eine Einrichtung, die es längst hätte geben sollen – und die nun endlich Realität ist.

Kinder, die von Gewalt, Misshandlung oder Vernachlässigung betroffen sind, brauchen schnelle, spezialisierte Hilfe. Nicht irgendwann. Nicht nach langen Wartezeiten. Sondern sofort. Genau diese Lücke schließt die neue Ambulanz: Sie bietet die medizinische Abklärung von Verdachtsfällen auf Kindeswohlgefährdung – strukturiert, verlässlich, unter einem Dach.

Die Potsdamer Einrichtung ist die erste von insgesamt fünf geplanten Standorten im Land. Das ist ein guter Anfang – aber eben nur ein Anfang. Wer Kinderschutz ernst nimmt, muss jetzt zwei Dinge sicherstellen: die langfristige Finanzierung dieser Ambulanzen und den Aufbau weiterer Standorte, damit Kinder in der Fläche Brandenburgs denselben Schutz erhalten wie in der Landeshauptstadt.

Auf der Agenda bleibt außerdem die Frage des Childhood-Hauses für Brandenburg – ein Konzept, das Ermittlung, medizinische Versorgung und psychosoziale Begleitung für betroffene Kinder unter einem Dach vereint. Andere Bundesländer machen vor, wie das geht. Brandenburg muss nachziehen.

Der 15. April ist ein gutes Datum für Brandenburg. Jetzt kommt es darauf an, dass es nicht bei einem Datum bleibt.