Am Samstag war ich beim CSD in Berlin. Ein Tag, an dem wir gemeinsam für unsere Rechte eingetreten sind, an dem Vielfalt und Liebe gefeiert wurden – bunt, laut, herzlich. Genau so, wie es sein sollte.
Und dann kam der Abend, und alles hat sich verändert. Was ein Fest der Zusammengehörigkeit war, endete in Entsetzen und Trauer. Eine Frau hat ihr Leben verloren, viele Menschen wurden verletzt.
Dieser Tag hat mir noch einmal deutlich gemacht, warum unsere Rechte kein Selbstläufer sind – sie müssen immer wieder erkämpft und abgesichert werden. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass der Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität endlich ausdrücklich in Artikel 3 des Grundgesetzes verankert wird. Was für uns längst selbstverständlich sein sollte, muss auch verfassungsrechtlich klar benannt werden.
Ich denke an die Opfer und ihre Angehörigen. Und ich hoffe, dass die Solidarität, die diesen Tag eigentlich getragen hat, uns auch jetzt trägt.

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