Die CDU hat bereits vor Monaten – pünktlich zum Bundesparteitag im Februar – Zitate der AfD gesammelt und in einer Broschüre zusammengestellt. Keine Erfindungen, keine Verfälschungen. Nur das, was ohnehin öffentlich bekannt ist und was jeder auch selbst online recherchieren kann.
Auf 34 Seiten listet die Broschüre auf, warum die AfD demokratieschädlich, antisemitisch und völkisch ist – belegt mit Zitaten prominenter AfD-Vertreter.
Die Reaktion der AfD? Empörung. AfD-Parlamentsgeschäftsführer Bernd Baumann erschien daraufhin persönlich an der CDU-Zentrale – dem Adenauer-Haus in Berlin. Weiter als bis zu den Sicherheitskräften am Eingang kam er allerdings nicht.
Die Broschüre macht deutlich, wie eng das AfD-Netzwerk mit Putin verknüpft ist, wie offen völkisch der Höcke-Flügel auftritt – und wie tief antisemitisches Gedankengut in der Partei verwurzelt ist.
Die CDU wirft der AfD darin vor, eine Gefahr für die Demokratie zu sein. Verweis auf Einstufungen als rechtsextremistisch durch Verfassungsschutzbehörden inklusive. Die Botschaft ist klar: Wer anderen Parteien die demokratische Legitimität abspricht, will keinen Pluralismus – sondern Machtmonopol.
Dass Baumann bis zur Eingangstür zog, hat die CDU natürlich nicht ungenutzt gelassen. Das Video davon erfreut sich im Netz großer Beliebtheit – während Baumanns eigenes Gegenvideo auf Instagram deutlich weniger Reaktionen bekam.
Manchmal sagt die Reaktion einer Partei mehr als jede Analyse. Wer wegen öffentlich zugänglicher Zitate ausfliegt und vor einer Parteizentrale aufschlägt, hat offenbar etwas zu verbergen.

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